Medienkompetenz

In einem Oberstufenzentrum im Kanton Baselland wurde ein Projekttag zum Thema „Respekt“ durchgeführt. Vom 6. bis zum 9. Schuljahr wurden dafür jeweils stufenspezifische Workshops von verschiedenen Fachstellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten.

Der Titel für das 6. Schuljahr lautete: Respekt im Umgang mit Handys, Chat und Co.

Was darf ich, was ist nicht erlaubt? Was möchte ich nicht, wo sind die Grenzen? Was kann ich dazu beitragen, dass die Grenzen respektiert werden, z.B. in Chat, Facebook, bei Bildern und Filmen auf Handys?
Das Programm orientierte sich an folgenden Themen:

  • Ich suche meine und deine Grenzen und will neue Erfahrungen machen
  • Ich respektiere deine Bedürfnisse und erwarte, dass auch meine ernst genommen werden

Im ersten Teil stand der alltägliche Umgang mit diesen Medien im Zentrum: wann, wo, wie oft nutzt du diese Möglichkeiten, was stimmt immer, wo bist du manchmal auch unsicher u.v.a.m. Schnell wurde ersichtlich, wie wichtig für die meisten SchülerInnen allein der sachliche und differenzierte Austausch über zahlreiche Details ist. Immer wieder hörten wir Aussagen wie „...endlich mal darüber sprechen und nicht nur bluffen oder Sprüche machen...“!
In einem zweiten Teil ging es um Identität: Wie ist das Image/Bild, das andere von mir haben? Welches Image/Bild möchte ich, dass die anderen von mir haben? Von kreierten Identitäten im Chat über die Wirkung von Fotos bis zu persönlichen Rückmeldungen in der realen Welt schauten wir unterschiedliche Facetten genauer an.

Im letzten Teil ging es um heikle Aspekte: wie gehen wir mit den technischen Möglichkeiten um, ohne die Grenzen anderer zu überschreiten? Mit szenischen Darstellungen und strukturierten Reflexionen wurden so die „Graubereiche“ möglichst konkret erkannt und benannt.
Fazit: Das sorgfältig angeleitete, vorerst wertfreie Thematisieren kann eine Klärung und damit eine Erleichterung bewirken, dies wiederum fördert einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Möglichkeiten.